Schneller, besser, neue Services – Vorzüge der Digitalisierung für Bürger erläutert der Darmstädter Professor Dr. Michael Waidner, Institutsdirektor des Fraunhofer SIT. (Fotos: Claus Völker)

Presse-Stimme // Bürgerinformationsveranstaltung zur Digitalisierung in Darmstadt: Zehn Visionen

DARMSTADT – Vom Smartphone geweckt werden, während sich die automatisch gesteuerten Rollläden öffnen. Dann geht es mit dem Auto in die Stadt – staufrei, denn das Fahrzeug kennt die aktuelle Verkehrslage. Wird beim Shopping am Ende die Zeit knapp, kann das gewünschte Produkt via App bestellt werden und wird noch am gleichen Tag per Fahrradkurier zugestellt. So könnte ein Tag in der Digitalstadt Darmstadt aussehen. Zumindest zeigt das der Imagefilm der Stadt zum Thema.

„Darmstadt ist die Stadt, die in Deutschland und Europa ein Vorbild und eine Modellstadt in der Digitalisierung sein kann“, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch bei der gut besuchten Bürgerinformationsveranstaltung zum Bitkom- Wettbewerb „Digitale Stadt“ im Darmstadtium.

Gemeinsam mit Mathias Samson, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, und dem Leiter des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT), Prof. Dr. Michael Waidner, stellte Partsch das Konzept vor, mit dem die Stadt im Juni den Wettbewerb für sich entscheiden will.

Mathias Samson betonte, dass Digitalisierung kein Selbstzweck sei. Sie müsse der Gesellschaft einen Nutzen bringen. Dazu hat die Stadt Darmstadt in den Bereichen Verwaltung, Gesundheit, Verkehr, IT-Infrastruktur, Handel, Energie und Umwelt, Sicherheit, Datenplattform, Gesellschaft und Bildung Visionen entwickelt, die im Zuge der Digitalisierung Realität werden sollen.

Digitalisierung bietet laut Michael Waidner sowohl den Bürgern einer Stadt als auch der Wirtschaft neue Möglichkeiten und Vorteile. Dabei müssten aber auch Sicherheit und Datenschutz zu jeder Zeit sichergestellt sein, sagte Waidner. Er betonte, dass Darmstadt dank der Forschung zur Cybersicherheit beste Voraussetzungen habe, um Digitalstadt zu werden. Anschließend legte Waidner die Vorteile dar, die sich durch die Digitalisierung ergeben. Hier nannte er unter anderem ein stadtweites WLAN-Netz, Smart Parking, wodurch freie Parkplätze schneller gefunden werden können, oder Assistenzsysteme für alleinlebende Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind.

Um die Bürger an dem Programm zur Digitalen Stadt zu beteiligen, waren im Darmstadtium zu jedem der zehn Themen Stände aufgebaut, an denen die Besucher nach der Präsentation Kritik und Anregungen äußern konnten. Diese Möglichkeit wurde rege genutzt: In kurzer Zeit waren die Thementische mit Ideen gefüllt. Besonders zu Gesellschaft und Bildung gab es viele Anregungen. So wurde gefordert, dass auch ältere Menschen und Menschen mit geringen digitalen Qualifikationen eingebunden werden müssen. Aber auch in den Bereichen Verkehr, Energie und Gesundheit wurden viele Vorschläge gemacht. „Wir werden alle Anregungen sammeln und gute Vorschläge in das bestehende Konzept einarbeiten“, erklärte Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Er sei sehr zuversichtlich, sagte er mit Blick auf die Entscheidung der Bitkom zur Digitalen Stadt Mitte Juni.

Von Prisca Jourdan

Erschienen am 3.05.2017 im Darmstädter Echo.

Digitalstadt Darmstadt

Unser Livestream zur Bürgerinformationsveranstaltung zu Digitale Stadt Darmstadt. (bar)

Posted by Echo Online on Dienstag, 2. Mai 2017

Wünsche der Bürgerschaft sollen in die Darmstädter Bewerbung als Vorzeige-Digitalstadt mit einfließen. An Thementischen haben Mitarbeiter der Stadt zahlreiche Anregungen gesammelt.

IT-Netzwerke, Unternehmen der Stadtwirtschaft, Politik und Bürger tauschen bei der Bürgerinformationsveranstaltung im Kongresszentrum „Darmstadtium“ ihre Wünsche und Visionen aus.

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