Professor Dr. Peter Huppert leitet das Instituts für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Klinikum Darmstadt. Seine Abteilung nutzt regelmäßig die Teleradiologie zur Unterstützung weiterer Krankenhäuser.

Klinikum Darmstadt unterstützt weitere Krankenhäuser via Teleradiologie

Röntgen, Computertomographie genauso wie Kernspintomographie – fast alle Bilder werden heute auch am Klinikum Darmstadt digital erzeugt, digital archiviert und digital verteilt. Das betrifft die Wege innerhalb genauso wie außerhalb des Krankenhauses etwa in Praxen niedergelassener Ärzte. PACS heißt das Zauberwort hierfür – Picture Archiving And Communicating System. Auf dem digitalen Weg ist auch die Fernbefundung möglich: die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg und das Marienhospital Darmstadt werden heute bereits vom Institut für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Klinikum Darmstadt fernbetreut. Hierdurch wird die Notfallversorgung in diesen Krankenhäusern auch zu Zeiten sichergestellt, wenn keine eigenen radiologischen Fachärzte im Haus sind. Zudem kann in kritischen Fällen weitere Expertenmeinung eingeholt werden.

Bei der Teleradiologie arbeiten ein medizinischer-technischer Assistent und ein Arzt beim Patienten und ein radiologischer Facharzt am Klinikum Darmstadt zusammen. Die digitalen Bilder werden praktisch sofort online versendet und vom Radiologen befundet. Teleradiologie ist für die Notfallversorgung vorgesehen. Für diese Prozesse sind technische Vorgaben und Datenschutzbestimmungen einzuhalten, die vom Gesetzgeber geregelt sind. Dazu kommen zeitliche Vorgaben und Kommunikationsregeln. Strenge gesetzliche Auflagen sorgen dafür, dass Patienten auch unter diesen Bedingungen sachgerecht versorgt werden – auch insbesondere hinsichtlich der Strahlenschutzbestimmungen.

„Das digitale Management radiologischer Bilder ist heute nicht mehr wegzudenken“, erläutert Professor Dr. Peter Huppert, Leiter des Instituts für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin. Und er sieht immense Vorteile für Patienten und Ärzte: Bilder radiologischer Untersuchungen können nicht mehr verloren gehen, können jederzeit auf CDs dupliziert werden und zu beliebigen Zeiten an verschiedenen Orten betrachtet und ausgewertet werden.

Digitale Techniken haben die Radiologie an dieser Stelle auch im Klinikum Darmstadt revolutioniert. Bilder radiologischer Untersuchungen, wurden noch vor 15 Jahren überwiegend auf Filmen dokumentiert und in Tüten archiviert.

Digitale radiologische Bilder werden heute als CD oder über das Netz versendet und können so in interdisziplinären Fallkonferenzen, wie z.B. dem Onkologischen Arbeitskreis im Klinikum Darmstadt genutzt werden. So können auch mit externen Kollegen Behandlungen von Tumorpatienten beraten werden.

Als neue Entwicklung hat das Klinikum Darmstadt seit diesem Jahr die Möglichkeit geschaffen, digitale radiologische Bilder aus dem PACS und von den teleradiologisch versorgten Krankenhäusern auch auf mobilen Endgeräten zu betrachten. Damit können besonders erfahrene radiologische Ärztehinzugezogen werden, die in einem Dienstsystem eingebunden sind – immer dann, wenn schnelle Therapieentscheidungen notwendig sind. Ein Beispiel ist die Versorgung von Schlaganfallpatienten. Die Digitalisierung hilft entscheidend dabei, Patienten zeitnah bestmöglich zu versorgen – von der Diagnosestellung bis hin zur richtigen Therapieentscheidung, ist Huppert überzeugt.

In Notfallsituation wie dieser wird die Teleradiologie genutzt: Das Bild einer CT-Untersuchung des Schädels bei einem Patienten aus dem Krankenhaus Groß-Umstadt zeigt eine Blutung. Die Untersuchung fand sonntags statt und wurde 15 Minuten später am Klinikum Darmstadt befundet.

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