„Future Innovation Lab“ bringt Forscher und Unternehmen in die Arbeitswelt der Zukunft

Die Zukunft der Arbeit wird in Darmstadt von mehreren Wissenschaftlern und Institutionen erforscht. Im Zukunftslabor „Future Innovation Lab“ der Darmstädter Leap-in-Time GmbH, ist Zukunft heute schon erlebbar: Hier simulieren Wissenschaftler derzeit Arbeitsumgebungen, wie sie etwa im Jahr 2030 verbreitet sein werden.
In dieser Zeitspanne erwartet Professor Dr. Ruth Stock-Homburg die weitere Verschmelzung von Wohnen und Arbeiten. Die Professorin hat das Future Innovation Lab als Spin-off der Technischen Universität Darmstadt (TUD) gegründet. An der TU leitet sie den Fachbereich Marketing und Personalmanagement im Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Das Lab simuliert schon heute das Thema „Smart Living And Working“, moderne Heimarbeitsumgebungen. Menschen sollen flexibel arbeiten können, spontan zwischen Familie und Arbeit wechseln, so lautet eines der Zukunftsszenarien.
Als weiterer Trend wir das „Activity Based Working“ dargestellt – durch vielfältige Arbeitsmöglichkeiten und technische Unterstützungen können Menschen produktiver werden. Zu den Arbeitsgeräten der Zukunft gehören im Lab Konferenztische, die sich schnell in der Pause zur Tischtennis-Platte umrüsten lassen. Auf dem Laufband können Mitarbeiter ihr Fitness-Programm erledigen während sie telefonieren oder am Monitor arbeiten.
Der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein zeigt sich bei einem Besuch im Jahr 2016 begeistert von dem Darmstädter Zukunftslabor: Einen in Kooperation mit dem TU-Fachgebiet Telekooperation und Informatik-Professor Max Mühlhäuser entwickelten „Smart-Table“ würde Rhein dem Vernehmen nach sofort kaufen. Auch die Unternehmen Vario und Schott haben die Entwicklung unterstützt. Der Prototyp des Darmstädter Arbeitstischs der Zukunft vereint einen riesigen 3-D-Touchscreen-Monitor, einen Computer und eine stoßfeste Glasfläche.
Das Innovation Lab liegt im Loft einer umgebauten Kaserne mit Pferdestall. Backsteinmauern versprühen Industriecharme historischer Zeiten. Doch die Zukunft hat hier längst begonnen: Roboter begrüßen im Lab ihre Gäste – sie können künftig in Büros, in der Pflege und in Krankenhäusern Tätigkeiten übernehmen und den Menschen entlasten. Die Schnittstelle zwischen Robotik, Informatik, Psychologie und Betriebswirtschaft ist einer der Forschungsschwerpunkte des Innovationlab.
Neben eigenen Forschungen zu den Arbeitsszenarien der Zukunft, geeigneten Umgebungen, Beleuchtungssystemen und Produkten, können sich auch Manager und Unternehmen tageweise im Future Innovation Lab einmieten. Ein passendes Ambiente, wo Zukunftsvisionen geboren werden.

Innovationszentrum HIGHEST der Universität macht Gründer stark

Der Sprachgebrauch ist jung und szenetypisch cool: „Hier könnt Ihr Euer Anliegen pitchen“ und in der „Speaker Session Ideen vorstellen und Fragen klären“. Dr. Ruzica Lovric, Startup-Managerin an der TU-Darmstadt organisiert und moderiert den Gründerstammtisch des universitätseigenen Innovations-und Gründerzentrums HIGHEST. Gut zwanzig junge Leute sind heute zusammengekommen. Sie treffen sich alle zwei Monate. Studenten, Alumni aller Darmstädter Hochschulen. Teils bereits erfolgreiche Gründer sind dabei und auch externe sind willkommen. Frische Ideen, Gründungswille, der Wunsch etwas Eigenes zu bewegen vereint sie. Sie wollen voneinander lernen – Fördermöglichkeiten und Personalrekrutierung sind Themen, „wie finde ich den richtigen Programmierer in Indien?“, „wie habt ihr in San Francisco und Silicon Valley Eure Zweigstelle aufgebaut?“.

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Klinikum Darmstadt auf dem Weg zum digitalen Krankenhaus

40.000 Patientinnen und Patienten lassen sich pro Jahr im Klinikum Darmstadt stationär behandeln – für jeden Kranken fallen im Durchschnitt 75 Einzeldokumente an. Viele dieser Dokumente müssen 30 Jahre revisionssicher aufbewahrt werden – da kommen auf dem Papierweg schnell dutzende Regalmeter Patientenaktenarchiv zusammen. Die digitale Patientenakte revolutioniert den Informationsfluss und spart viele Quadratmeter Lagerfläche.

„Verschiedene Fachabteilungen, die in einem Krankenhaus zusammen am Patienten arbeiten, können zeitgleich und gemeinsam auf diese Dokumente zugreifen und haben immer die Einsicht auf vergangene Behandlungsfälle“, erläutert der IT-Abteilungsleiter im Klinikum Darmstadt Gerhard Ertl.

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Fast 11000 Besucher beim Tag der offenen Tür von GSI und FAIR

Großer Andrang beim Tag der offenen Tür im GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und im künftigen Beschleunigerzentrum FAIR in Darmstadt: Knapp 11000 Besucher haben am Sonntag (7. Mai) die Gelegenheit zum Forschen und Entdecken genutzt. Auf dem Campus in Darmstadt stehen an diesem Tag Forschungsstätten, Labors und Experimentiereinrichtungen zur Besichtigung offen. Auch viele Familien zeigen sich begeistert: An mehr als 30 Stationen und auf fünf Rundgängen bekommen sie packende Einblick in die Arbeit rund um die Forschung mit Ionenstrahlen.

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Bürgerinformation im Darmstadium

Volles Haus im Darmstädter Kongresszentrum: Viele Bürger haben bei der Infoveranstaltung der Stadt zum BITKOM-Wettbewerb „Digitale Stadt“ Anfang Mai großes Interesse gezeigt. Die digitale Weiterentwicklung ihrer Stadt liegt den Menschen spürbar am Herzen. An Infotischen zu zehn digitalen Top-Themen hinterlassen sie Visionen, Wünsche, Kritik und Verbesserungsvorschläge. Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch möchte alle Anregungen sichten und Vorschläge einbinden bei den finalen Bewerbungsrunden Ende Mai in Berlin.

Presse-Stimme // Klinikärzte wollen online beraten

Das Klinikum Darmstadt will künftig Online-Beratung durch Ärzte anbieten. Geplant sind hier sowohl Chatrooms, in denen Patienten allgemeine Fragen zu bestimmten Themen stellen können, als auch Online-Sprechstunden für einzelne Patienten. Denkbar sei zum Beispiel eine Sprechstunde zum Thema Diabetes, bei der Betroffene ihre Werte mit einem Arzt besprechen und so den Weg zum Internisten sparen könnten, erläutert Gerhard Ertl, IT-Chef des Klinikums Darmstadt. „Länder wie England oder Australien machen das bereits erfolgreich“, ergänzt er.

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Presse-Stimme // Bürgerinformation zur Digitalisierung in Darmstadt: Zehn Visionen

DARMSTADT – Vom Smartphone geweckt werden, während sich die automatisch gesteuerten Rollläden öffnen. Dann geht es mit dem Auto in die Stadt – staufrei, denn das Fahrzeug kennt die aktuelle Verkehrslage. Wird beim Shopping am Ende die Zeit knapp, kann das gewünschte Produkt via App bestellt werden und wird noch am gleichen Tag per Fahrradkurier zugestellt. So könnte ein Tag in der Digitalstadt Darmstadt aussehen. Zumindest zeigt das der Imagefilm der Stadt zum Thema.

Darmstadts Patent für industrielle Drohneneinsätze: Der Wingcopter

Diese Drohne made in Darmstadt könnte in naher Zukunft viele industrielle Anwendungen beflügeln: Die Frankfurter Agaplesion Diakonie Kliniken testen die Fluggeräte gerade zum Transport von Blutkonserven zwischen den Standorten der Stadt. Mit entsprechender Sensorik und Kameras ausgestattet ist mit dem ferngesteuerten Flugobjekt „Wingcopter 178“ die Überprüfung von Starkstromtrassen und Pipelines möglich, die Früherkennung von Pflanzenschäden und Erosion im Agrarbereich und auch die zielgenaue Zustellung von Fracht und Paketen. Viele weitere Optionen sind denkbar. Auch der Einsatz für den Transport von Impfstoffen in abgelegene Regionen Afrikas wird erprobt. „Unsere Idee ist es mit dem Einsatz von Wingcopter auch Leben zu retten“, sagt Tom Plümmer, vom Entwicklerteam.

Swapper-Plattform tauscht nicht mehr Benötigtes

Manchmal sind es die missglückten Probearbeitstage, die letztlich den Beginn großer Ideen auslösen. Auch Joel Monaco aus Weiterstadt bei Darmstadt erging das so. Vor etwa drei Jahren heuert er als Schüler bei einer Fast-Food-Kette an. Das Arbeitsverhältnis dauerte nur wenige Stunden. „Das war ein wirklich ganz schlimmer Tag“, erinnert sich der heute 19-Jährige. „Da habe ich beschlossen, dass ich mein eigener Chef sein möchte.“ Einige Zeit später gründet er die Online-Tauschbörse Swapper.

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Presse-Stimme // Darmstadt will „Digitale Stadt“ werden

„Digitalisierung schafft Transparenz und verbindet Schnittstellen“, sagt Joachim Fröhlich, Leiter des Darmstädter Amts für Interne Dienste und IT. Die Kommune hat es im Bundeswettbewerb „Digitale Stadt“ des IT-Branchenverbands Bitkom in die Runde der letzten Fünf geschafft. Nun arbeitet sie an einem Konzept, um die Jury beim Finale Ende Mai zu überzeugen. Das ECHO wird bis zum „Oberbügermeister-Pitch“ am 31. Mai einige Bereiche vorstellen, in denen die Stadt stärker auf digitale Strategien setzen will – und um zu berichten, wie weit Darmstadt auf dem Weg zur „Digitalen Stadt“ ist.